KUNSTTHERAPIE

GESTALTUNGS- UND MALTHERAPIE

KUNSTTHERAPIE / MALTHERAPIE FÜR ERWACHSENE

KUNSTTHERAPIE eignet sich grundsätzlich für alle Menschen, die sich ganzheitlich und mit kreativen Mitteln ihren Lebensthemen widmen möchten. Unabhängig davon, ob es um körperliche, psychische oder spirituelle Anliegen geht, oder um Fragen rund um Beziehung und Lebensgestaltung. Im Zentrum steht der kreative, gestalterische Ausdruck, sowie die Erfahrung mit dem Material und die vertrauensvolle Beziehung mit der Therapeutin. Der kreative Prozess wird im Gespräch gemeinsam reflektiert und in den Alltag transferiert. Vorkenntnisse oder besonderes Talent in Gestaltung und Kunst sind nicht notwendig! Mögliche Themen können sein:

 

° Depression, Burnout, Ängste, Innere Unruhe, Selbstzweifel

° Krebsverarbeitung (als Betroffene oder Angehörige)

° Psychosomatik, Schmerz-Syndrom*

° Beziehungsfragen (Familie, Partnerschaft, Team etc.)

° Traumaverarbeitung

° Umgang mit Hochsensibilität

° Identitätsfindung und Identitätsstärkung

° Trauerverarbeitung bei Verlust

° Spirituelle Themen etc.

  * Kunsttherapie ersetzt keinen Arztbesuch, sondern soll komplementär unterstützen!


KUNSTTHERAPIE / MALTHERAPIE FÜR JUGENDLICHE

Hohe Leistungsanforderungen in Schule und Alltag, sowie Probleme mit Familie und Klassenkameraden können Jugendliche beschäftigen und belasten. Smartphone, Computerspiele und Facebook können das Bedürfnis nach echter Nähe und sozialem Kontakt hemmen und verunsichern. Identitätsfindung ist für junge Menschen unserer modernen Gesellschaft eine grosse Herausforderung. In der KUNSTTHERAPIE kann der Jugendliche frei von Leistungsdruck sich selber begegnen, experimentieren, seine Gestaltungskraft erproben, Gefühle ausdrücken und neue Lösungsansätzen für die Probleme des Alltages finden. Im gestalterischen Prozess werden  Identität, Kommunikationsfähigkeit, Ressourcen und Selbstvertrauen gestärkt. Mögliche Themen können sein:

 

° Probleme in der Schule oder Lehre

° Identitätsfindung- und Stärkung

° Ängste, Kummer, Sorgen

° Selbstzweifel

° Soziale Probleme

° Sinnlosigkeit, Depression etc.


KUNSTTHERAPIE / MALTHERAPIE FÜR KINDER

Für Kinder ist KUNSTTHERAPIE eine wunderbare Möglichkeit, ihre Befindlichkeiten, Bedürfnisse und Probleme kindgerecht auszudrücken. Im kreativen Gestalten kann ein Kind sich selber erfahren. Positive und belastende Erlebnisse des Alltags dürfen ihren Ausdruck finden und können gestaltend verarbeitet werden. In einem geschützten, achtsamen Raum darf all das gelebt werden, was das Kind beschäftigt. Über den emotionalen Ausdruck im Werk lernt es, mit seinen Problemen, Lebensfragen und Ängsten besser umzugehen. Die vertrauensvolle Beziehung zur Therapeutin stabilisiert und ermutigt. Das Kind lernt, seine Stärken gezielt einzusetzen und sich im Alltag besser zu behaupten. Mögliche Themen können sein:

 

° Probleme in der Schule

° Trennung der Eltern

° Innere und äussere Unruhe

° Agressives Verhalten

° Schüchternheit, soziale Probleme

° Hochsensible Kinder

° Depression etc.


TRAUMA

KREATIVE TRAUMATHERAPIE

"Wenn Worte allein nicht reichen, dann helfen unter anderem Bilder, Klänge und Gesten, um auszudrücken, was innerlich bewegt. Wenn Menschen einander mit Worten nicht mehr erreichen, dann ermöglichen die vielfältigen Formen kreativer Begegnung Kontakt und Resonanz." Udo Baer 

Traumatische Erfahrungen zeichnen sich dadurch aus, dass sich die betroffene Person hilflos und ohnmächtig fühlt. Und zwar in der Zeit des Traumageschehens, als auch danach. Die Grenzen dessen, was die Person ertragen und verarbeiten kann, wird überschritten. Das kann auf physischer, psychischer oder emotionaler Ebene sein. Trauma, die aus einem einmaligen Erlebnis resultieren (zB. Unfall) nennt man Schocktrauma. Genauso häufig, wenn nicht sogar häufiger, sind sogenannte Entwicklungstrauma. Diese wurzeln in frühen Kindheitserfahrungen, ziehen sich über eine längere Zeit und beeinflussen unsere gesamte Persönlichkeit und die Art, wie wir uns in der Welt bewegen. Hintergründe von Entwicklungstraumen sind oft komplex, nicht selten diffus und unbewusst.

 

Mögliche Symptome von Entwicklungstrauma können sein: Schwierigkeiten im Umgang mit Nähe und Distanz, soziale Isolation, Erstarren oder Verstummen in bestimmten Situationen, fehlendes Selbstwertgefühl, permanentes Gefühl von Überforderung im Alltag, Unvermögen, in Stress-Situationen wieder in die eigene Mitte zu finden, Trigger (Erinnerung an traumatische Situation), permanentes inneres Getriebensein, diffuses Gefühl, nicht "ganz" zu sein, etc.

 

Der Boden, auf dem Traumaverarbeitung gedeihen kann, setzt sich zusammen aus den (oft verschütteten) Kompetenzen und Ressourcen der traumatisierten Person, sowie aus der vertrauensvollen Beziehung zur Therapeutin. Sind diese Aspekte gefestigt, können im geschützten Raum des Ateliers Bewältigungsstrategien gewürdigt und Wunden verarbeitet werden. Da traumatisches Erleben oft unbeschreibbar ist – malen, gestalten, musizieren und tanzen wir es. Ich begleite Sie in diesem Prozess kunsttherapeutisch, leiborientiert und ganzheitlich.

 

NUTZEN DURCH DIE KREATIVE TRAUMATHERAPIE:

 

° Eigene Stärken erkennen, sich dadurch selbstbewusster erleben 

° Nonverbaler Ausdruck als Entlastung erfahren

° Die Traumaerfahrungen sichtbar, tanzbar, und somit veränderbar erleben

° Wege aus der Erstarrung finden

° Neue Erfahrungen machen und diese im System integrieren

° Veränderungen des Verhaltens spielerisch-experimentell explorieren

° In Stress-Momenten selber wieder in die eigene Mitte finden lernen

° Durch die therapeutische Beziehung das Vertrauen in Beziehung stärken

° Lebensfreude wiederfinden

 

MÖGLICHE THEMEN FÜR KREATIVE, TRAUMATHERAPEUTISCHE BEGLEITUNG:

 

° Unfall*, medizinische Eingriffe, sexuelle und andere Gewalt

° Krebsverarbeitung (als Betroffene oder Angehörige)

° Traumatisches Schwangerschafts- / Geburtserleben

° Kriegserfahrung und Flucht

° Mobbing, Ausgelacht werden in der Schule

° Vernachlässigung in der Kindheit (körperlich, psychisch, emotional)

° Als Kind mit traumatisierten Familienangehörigen zusammenleben

° Tod/Verlust einer nehestehenden Person

° Miterleben von Gewalt als Zeugin

° Das diffuse Gefühl haben, etwas stimme nicht, ohne die Ursachen dafür zu kennen etc.

 

Ich begleite jeden Menschen individuell und ganzheitlich und gehe sorgfältig auf seine persönliche Thematik ein.

 

*Bei Schocktrauma (zB. Unfall) empfehle ich, zusätzlich zur kunsttherapeutischen Begleitung eine spezifisch-somatische Körpertherapie wie zum Beispiel Somatic Experience.


HOCHSENSIBILITÄT

KUNSTTHERAPIE BEI HOCHSENSIBILITÄT

Hochsensible Menschen erleben sich als ausserordentlich feinfühlig und empfindsam. Das gilt in Bezug auf äussere Reize, sowohl als auch auf inneres Befinden (Stimmungen). Sie fühlen sich oft von ihren Eindrücken überflutet und von der (groben, vielen, lauten, schnellen) Umwelt verdrängt. Ihr Denken ist meist vielschichtig und sie sehen komplexe Zusammenhänge, die anderen Menschen verborgen bleiben. Ihre Wahrnehmung ist fein und differenziert. Sie weicht häufig von jener der anderen ab. Daher fühlen sich hochsensible Menschen nicht selten fremd in dieser Welt. Es kann vorkommen, dass sie das Gefühl haben, nicht hierher zu passen. Viele meinen, nicht in Ordnung zu sein und zweifeln daher an sich selber.

 

Hochsensibilität bedeutet, in gegebenen Situationen weitaus höhere Datenmengen zu erfassen und zu verarbeiten als Normalsensible. Der natürliche Wahrnehmungsfilter, der uns vor Überstimulierung schützt, ist beim hochsensiblen Menschen weniger stark ausgepägt als beim Durchschnitt. Etwa 15 Prozent der Menschen gelten als hochsensibel. (Elaine N. Aron)

 

Um sich vor Überflutung und Verletzung zu schützen, bilden hochsensible Menschen schon in ihrer früher Kindheit Schutzmechanismen aus, wie zum Beispiel:

 

° Übermässige Anpassung (aus Angst, sonst nicht geliebt bzw. ausgestossen zu werden)

° Zu nett, zu freundlich, zu zuvorkommendes Verhalten und dabei oft sich selber übergehen (dito.)

° Soziale Isolation (Vermeidung von Kontakt aus Angst vor dem Anderssein)

° Helfersyndrom (externalisierte Fürsorge)

° Abwertung der anderen (Distanz schaffen - sich abgrenzen)

° Inneres Verschwinden, blockiert fühlen - besonders in Gruppen (Flucht vor äusserer Überstimulation)

 

Diese Strategien zu überwinden und mit konstruktiven (erwachsenen) Lösungen zu ersetzen, braucht Zeit, viel Übung und kompetente Hilfe von aussen. Abkürzungen und Tricks sind nicht möglich, der Weg aber sehr lohnenswert! Da Menschen mit Hochsensibilität oft empfindsam auf Sinneseindrücke reagieren und sich in den nonverbalen Ausdrucksformen gut zu Hause fühlen, eignet sich kunstorientierte Begleitung gerade hier hervorragend als Methode!

 

NUTZEN DURCH DIE KREATIV-GESTALTERISCHE ARBEIT:

 

Sie werden durch den kreativen Prozess lernen, Schritt für Schritt Ihre Qualitäten in die Welt zu bringen, sich als integrativer Teil der Gesellschaft zu erleben und so Ihren wertvollen Beitrag zum Grossen Ganzen leisten. Die natürliche Folge dieses Prozesses sind mehr

 

° Erfüllung im Alltag

° Authentizität

° Selbstvertrauen

° Freude am eigenen Sein (Selbstliebe)

 

FOLGENDE LERNSCHRITTE WERDEN GESTALTERISCH ERARBEITET: 

 

° Annehmen der eigenen Hochsensibilität und Andersartigkeit

° Selbsterkenntnis fördern: Durchleuchten der bisher angewandten Schutzmechanismen

° Lernen, liebevoll aber bestimmt Grenzen zu setzen

° Lernen, Raum einzunehmen (authentisch Präsenz zeigen)

° Lernen, Gefühle adäquat mitzuteilen (sich als Teil des Sozialen erleben)

° Selbstwahrnehmung stärken (wann ist es zu viel, wann braucht es einen Rückzug?)

° Selbstfürsorge kultivieren (Überstimulation ernst nehmen und entsprechend handeln)

° Der eigenen Intuition als elementares Instrument vertrauen